Mittwoch, 2. Januar 2013

Zwei Videos...

...(Selbstkritik: Was ist das denn für ein selten dämlicher und langweiliger Posttitel?)


 Es ist schon erstaunlich, wie präzise beispielsweise die Werbewirtschaft heutzutage ihre Kampagnen auf die jeweilige Zielgruppe ausrichtet und wie exakt sie dabei deren Stimmungen, Wünsche und Nöte einfängt und den richtigen Ton trifft. Man kann eben keinen Jugendlichen mehr mit Schnarchnasenreklame hinter dem Ofen hervorlocken, es muss rocken und es muss fetzen.
 Vortrefflich umgesetzt wurde das meiner Meinung nach in diesem Spot der Sparda-Bank:






Aber auch die Selbstdarstellung von Vereinen, öffentlichen Einrichtungen oder Privatpersonen ohne professionelle PR-Agentur im Rücken zeigt zunehmend kreative Ansätze und Mut zur Lockerheit, wie sie noch vor zwanzig Jahren undenkbar waren. Als herausragendes Beispiel sei hier auf das Video der Jugendfeuerwehrgruppe "Red Devils" verwiesen:



Freitag, 2. November 2012

Facebook und Geburtstagserinnerungen

Sind sie nicht wunderbar, durch sie wird man noch an den letzten Gehirn Akrobaten  erinnert den man eigentlich nur in seiner  "Freundesliste" hat, um sich über seine Manifeste der Belanglosigkeit aufzuregen oder sich an ihnen zu ergötzen,  nur um ihnen dann eventuell, an ihren großen Tag das obligatorische "Alles Gute" auf die Pinnwand zu kotzen.
Mal davon abgesehen das genau, dass die Bedeutung einer Geburtstags Gratulation  extrem verwässert,(Eigentlich sollte so etwas eher heißen  schön das du geboren bist oder ich finde es schön das wir beide Zeit miteinander verbringen können)da finde ich das plumpe "Alles Gute" eher kontraproduktiv. Aber mal ganz abgesehen davon, finde ich es persönlich recht wichtig, dass man die Geburtsdaten seines  engen Freunde/Verwantenkreises im Kopf hat.


Die Frage ist jetzt, bin ich da der einzige der da so denkt oder stimmt mir da jemand zu und sagt ja, das hat eine etwas hohe Gewichtung die gerade durch Funktionen wie bei Facebook leidet.




Donnerstag, 20. September 2012

Montagmorgen





Wusstet ihr, dass die Deckel von den gelben Überraschungsei-Kapseln heutzutage so komisch angebammelt sind, damit sich niemand beim Deckelschnipsen verletzt? So fürsorglich ist unser Staat, man kann sich drauf verlassen, daß er einem alle Lebensgefahren aus dem Weg räumt. Irgendwann werden unsere Seen nur noch einen halben Meter tief sein, damit niemand drin ertrinkt. Und die Sonne wird im Sommer gedimmt, wegen Hautkrebs. Was man auf dem Bild sieht, sind nur scheinbar die aktuellen Ü-Ei-Schlümpfe. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Szene, wie ich sie jede Woche in der Schule erlebe.

Die Letzte ihrer Art


Es gibt ja viele populäre Fotomotive auf der Welt, z.B. den Eiffelturm, aber viel interessanter wäre doch eine Statistik über die unpopulärsten Fotomotive der Welt. Gibt es etwas, was noch nie fotografiert wurde? Vielleicht ist das Muster der Westberliner U-Bahn-Polster ja als Fotografierschutz gedacht, aber warum? Hängt da die Stasi mit drin? Ich wüßte zu gerne, wer das entworfen hat. Sollte es sich um Kunst handeln? Das kann aber nicht alles entschuldigen, es muss auch Grenzen geben.



Donnerstag, 16. Februar 2012

Menschencontainer




Sie fährt im erstaunlichen Paar-Minuten-Takt, die S-Bahn in einer Februarnacht, und wäre da nicht die erschütternde Tristesse der Bahnhöfe, könnte man sich, wenn sie da so als beleuchteter, halbverglaster Menschencontainer vor sich hin rattert, ganz gemütlich und geborgen in ihr fühlen, insbesondere weil genug Platz ist und gegenüber jemand versonnen in sein Smartphone starrt und vor sich hin lächelt, nein, strahlt, und weil alle anderen, noch nicht an die milderen Temperaturen gewöhnt, die Mützen tief in die Stirn gezogen und die Hände unter die Achseln gesteckt haben, als ob man nicht schon ahnen könnte, dass der Winter nun endgültig vorbei ist und der nächste Tag sogar eine Andeutung von Frühling bringen würde; aber das wissen sie natürlich noch nicht, wie sie da sitzen, erschöpft von einem langen Tag, und sich auf ihre Betten freuen und auf eine kleine Töle, die vielleicht zuhause wartet oder auf ein vorgewärmtes Bett, in dem schon jemand liegt, den sie lieben; und deshalb ist es eine friedliche, ja, beinahe gemütliche Fahrt in Richtung Süden, und man könnte glatt noch ein bisschen sitzen bleiben, einfach so, weil es manchmal schön ist, in Bewegung zu sein; aber trotzdem wäre da dann irgendwann wieder ein Bahnhof, dessen allumfassende Unwirtlichkeit das gerade Erlebte wieder konterkarierte, und deshalb kann man auch genauso gut da aussteigen, wo man nun einmal hingehört. Oder hinzugehören meint.